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"Schwimmende" Verlegung von Bodenbelägen

Erstellt am: 15.01.2019

Die Schwimmende Verlegung 

Der Traum vom Eigentum ist in all unseren Köpfen, jeder möchte für das Alter vorsorgen und in die eigenen 4-Wände ziehen, eine eigene Wohlfühloase schaffen. Hier unterschätzen viele die Auswahl des richtigen Bodenbelags. Der Bodenbelag ist eines der Produkte, die buchstäblich zum Inventar gehören und daher eine lange Lebensdauer haben sollten. Vielleicht befinden Sie sich gerade in der Entscheidungsphase in welcher Sie auf viele Begriffe stoßen, welche Ihnen nicht geläufig sind wie z.B. „schwimmende Verlegung“ oder „vollflächig verklebt“.

Aber was bedeutet denn überhaupt „schwimmend verlegt“?

Wenn Sie einen Bodenbelag ohne großen Aufwand und feste Verklebung mit dem Untergrund verlegen möchten, sprechen wir von einer schwimmenden Verlegung. Hierbei bietet jeder Lieferant - Haro, MeisterWerke, Ter Hürne oder KWG - eine Lösung an und diese nennt sich Klick-Verbindung. Bei einer Klick-Verbindung gibt es in dem Sinne keine Nuten oder Federn mehr, hier sind es gefräste Längs-und Kopfkanten, welche ineinander geschoben werden und sich dann „verriegeln“. Durch die „Verriegelung“ sind die einzelnen Dielen fest miteinander verbunden und müssen nicht auf dem Untergrund oder Estrich fixiert werden. Jedoch eignen sich nicht alle Parkettböden für eine schwimmende Verlegung. 

Welches Parkett kann man schwimmend verlegen?

Parkettböden mit einem 3-Schicht Aufbau sind für eine schwimmende Verlegung geeignet. Warum? Ganz simpel: Eine typische Holzeigenschaft ist, dass Holz quillt oder schwindet und durch die natürliche Faserstruktur sich auch gerne einmal dreht. Im Fachjargon nennt man das „Schüsseln“. Daher muss das Holz stabilisiert werden. Diese Stabilität erlangt ein Parkettboden durch seinen 3-Schicht Aufbau. 

1. Schicht: Echtholzschicht 

2. Mittellage: (Fichtenholz, HDF oder auch ein Kunststoffmaterial) 

3. Schicht: Gegenzug 


Durch den Aufbau kann das Holz sich nicht so stark verziehen, sodass es übertrieben gesagt einer Spirale ähnelt. Es ist auf dem Träger fixiert und muss daher nicht fest mit dem Estrich verbunden werden. 

Zudem ermöglicht die schwimmende Verlegung auch einem Nicht-Profi die Montage des eignen Fußbodens. Die Dielen werden Reihe für Reihe aneinander gelegt und mit leichtem Druck, ganz ohne Leim, in die Klick-Verbindung gedrückt bis diese „einrastet“. Bitte beachten Sie hierzu auch immer die vom Lieferanten beigelegte Verlege-Anleitung. Weitere Informationen zu der Verlegung und wie Sie am besten verlegen finden Sie auch unter unserem Beitrag „Vorbereitung ist alles - verlegen Sie wie ein Profi“. Hier finden Sie ebenso sinnvolle Tipps und Ihre persönliche Checkliste. 

Es gibt Bodenbeläge, welche aus rein technischen Gründen immer schwimmend verlegt werden, wie z.B. Laminat. Diese sollten nicht vollflächig verklebt werden. Parkettböden mit einem 2-Schicht Aufbau hingegen sind ausschließlich für die vollflächige Verklebung gedacht, da diesen der Gegenzug vom Werk aus fehlt. Diese Böden werden meist bei  Warmwasser-Fußbodenheizungen empfohlen.

Es gibt Vorteile wie auch Nachteile bei einer schwimmenden Verlegung:

Vorteile:

  • Austausch von Dielen schnell und unkompliziert
  • Erneuerung des Bodenbelags ohne zusätzliche Maschinen möglich
  • „Do it yourself“ ohne Profi verlegbar
  • leimlos
  • Estrich muss nicht „kerzengerade“ sein, Sie können mit eine Trittschalldämmung entsprechende Unebenheiten ausgleichen

Nachteile:

  • Renovierung der Dielen nur mit Hart- oder Weichwachs möglich
  • Höherer Geh-und Trittschall, da Hohlräume entstehen
  • Abschleifen nicht möglich, nur anschleifen, da der Boden nicht fest fixiert ist.

Entscheiden Sie selbst, welche Verlegeart zu Ihren Bedürfnissen passt oder lassen Sie sich von unseren Fachberatern kompetent beraten.

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