Cumaru

15.01.2019

Inhalt:

Cumaru -Der südamerikanische Traum

Es gibt kaum ein Holz, welches haltbarer ist als Cumarú. Es wird aus einem imposanten Tonkabaum (Dipteryx odorata), einem schnell wachsenden, tropischen Laubbaum, gewonnen. Seine Heimat ist das nördliche und zentrale Südamerika, von Peru bis Bolivien. Dort ist es aufgrund seiner Härte ein überaus beliebtes Bauholz, vor allem für Brücken, Stege oder Schleusen, außerdem kommt es im Schiffs- und Möbelbau zum Einsatz. 

Im Gegensatz zu Bangkirai ist es nicht für den Salzwasser-Kontakt geeignet, es wird jedoch gerne als Pool- oder Teichumrandung verwendet. Weil er insbesondere wegen seiner Samen, den Tonka-Bohnen, wirtschaftlich höchst interessant ist, wird er mittlerweile auch in den Tropenregionen Afrikas sowie auf den Karibikinseln angepflanzt. Der Tonkabohne werden heilenden Eigenschaften nachgesagt, das darin enthaltene Cumarin wird gerne als Duftstoff für Parfüme, sowie als Aromastoff in Lebensmitteln eingesetzt. 

Wie andere Harthölzer ist auch Cumarú auffallend schwer, sehr feinfaserig und besitzt eine hohe Dichte, es ist folglich extrem belastbar. Zahlreiche Gründe, warum diese faszinierende Tropenholz-Ästehtik bei uns immer beliebter wird.

Äußerlichkeiten

Das frische Cumarú-Kernholz ist mit gelblichen Akzenten bis hin zu rötlichen Farbstreifen überzogen. Im getrockneten Zustand wird das Hartholz olivbraun bis rotbraun. Das Splintholz setzt sich in einem weißlich gelben bis hellbraunen Farbstreifen vom Kernholz ab und bringt eine lebendige Optik auf die Fläche. Die Fasern stehen hier noch enger als bei anderen Harthölzern, daher kann es ebenfalls zu Wechseldrehwuchs kommen. 

Gleichzeitig entsteht so eine attraktive Wellenzeichnung. Man sollte jedoch berücksichtigen, dass Holz schwer zu bearbeiten ist, Schraublöcher vorgebohrt werden müssen und das Material zeitnah verarbeitet werden sollte.

Cumaru

Einsatzbereich

Das Cumaru wird gerne im Terrassen- und Stegbau, sowie im Sichtschutzbereich und für Gartenmöbel eingesetzt.

Wissenswert

  • Dichte: ca. 1100 kg/cbm
  • Resistenzklasse 1 (mindestens 25 Jahre)
  • Keine Holzfehler: kleine Wurmlöcher, Haarrisse auf der Fläche oder Stirnkantenrisse
  • bei einem Hartholz sollten immer mindestens 15 cm Verschnitt pro Diele eingerechnet werden
  • Bitte tragen Sie bei der Verarbeitung Handschuhe und eine Atemschutzmaske. Durch den Sägestaub kann es zu Reizungen der Schleimhäute kommen.
  • Sortierung Premium: Nachsortierte Dielen, welche untereinander nur kleine Farbdifferenzen zeigen. Standard & better: Natürliche Sortierung, welche bewusst das gesamte Farbspektrum der Holzart abbildet.
  • aufgrund seiner Härte und Wechseldrehwuchs schwer zu bearbeitendes Holz, deshalb Dielen immer vorbohren.
  • Nur Edelstahlschrauben verwenden! Die Gerbsäuren des Bangkirai reagieren mit Eisen, sodass sich schwarze Flecken bilden können.
  • Stirnkanten versiegeln. Um Risse nach dem Kürzen zu vermeiden, sollte ein Wachs aufgetragen werden, welches den Wassereintritt verhindert und das Holz schützt.
  • Unter Sonneneinstrahlung wird der Holzfarbstoff Lignin zersetzt, die Oberfläche bleicht aus, die Dielen bekommen eine silbergraue Patina erhalten. Um den Naturton Ihrer Terrasse dauerhaft zu erhalten, empfehlen wir das passende Pflege-Öl und zur Aufbereitung einen Entgrauer einzusetzen.

Was ist "ausbluten" im Bezug auf Hartholz?

Das "ausbluten" beschreibt den Prozess von Harthölzern, in welchem die vorhandenen Inhaltsstoffe an die Holzoberfläche gelangen und dadurch austreten. Bei allen Harthölzern tritt dieses zu Beginn stärker auf. Das "ausbluten" ist jedoch nicht dauerhaft. Im Durchschnitt dauert es ca. 1-2 Jahre und tritt nur bei Regen oder starken Kontakt mit Wasser auf. Das "ausbluten" eines Hartholzes wirkt wie ein leicht schäumender Teppich. Dies ist nicht gefährlich oder bedenklich für Sie oder Ihre Pflanzen.

Wie können Sie diesen Prozess minimieren?

Indem Sie Ihre neue Holzterrasse behandeln. Harthölzer bluten am stärksten über die Stirnkanten aus. Daher sollten Sie diese mit dem oben genannten Wachs versiegeln. Aber auch die Oberfläche gibt im rohen Zustand die ätherischen Öle ab. Daher sollte ebenfalls die Oberfläche geölt werden. Wenn Sie also Ihre Hartholzterrasse Ölen und die Kopfkanten versiegeln, minimieren Sie nicht nur das "ausbluten" sondern Ihre Terrasse erhält einen Farb- und Faserschutz.

Vorteile

  • sehr homogene und harmonische Oberfläche
  • lieferbar in Langlängen
  • als Systemdiele erhältlich
  • extrem robust
  • hoher Eigenschutz vor Schimmel, Bläue und Insekten
  • Verbau im direkten Erdkontakt möglich
  • für tragende Konstruktionen geeignet
  • gutes Preis- Leistungsverhältnis

Nachteile 

  • naturgegebene Farbunterschiede sind möglich
  • Ausbluten des Hartholzes ist möglich
  • Stirnkantenrisse oder Haarrisse können vorkommen
  • starker Verzug möglich, daher sollte das Material zeitnah verbaut werden
  • Vorbohren notwendig
  • bei glatten Oberflächen sind Hobelschläge normal

Terrassenprofil im Überblick

Die glatte Seite

Die glatte Seite:

Die glatte Oberfläche wirkt modern und zeitlos. Hier kommt die Maserung des Cumaru peferkt zur Geltung.

Tipp: Um die Splittergefahr zu verringern, empfehlen wir ein regelmäßiges Ölen.Zudem sollten Sie sich wegen leichten Hobelschlägen keine Sorgen machen. Diese können Sie einfach mit einem feinen Schleifpapier ebnen.

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