Bangkirai

15.01.2019

Das Yellow Balau (Shorea laevis), bei uns auch als Bangkirai bekannte Laubbaumholz, zählt mittlerweile nicht nur in seinen Herkunftsländern zu den beliebtesten Konstruktionshölzern. In den letzten Jahren hat es das Hartholz auch bei uns problemlos bis an die Spitze im Outdoor-Bereich geschafft. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit selbst beim Kontakt mit Salzwasser wird es bevorzugt beim Bau von Schiffen und Hafenanlagen eingesetzt. Im Terrassenbau, bei Pool- oder Teich-Umrandungen überzeugt es darüber hinaus durch seine lebhafte und moderne Optik sowie seine zurückhaltende Maserung. 

Das farbenfrohe Holz stammt ursprünglich aus den tropischen Wäldern Südostasiens (hauptsächlich Thailand, Malaysia und Indonesien), wird heute jedoch, aufgrund der hohen Nachfrage, nahezu auf dem gesamten Kontinent, vor allem in Indien, Pakistan und den Philippinen kultiviert. Bangkirai kann einige faszinierende Eigenschaften vorweisen, das Holz ist sehr schwer und entsprechend fest (circa 50% fester als Eiche, Wert ist nur minimal geringer als derjenige von Azobe/ Bongossi). Das sehr feinfaserige Holz weist einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf, folglich ist es von Natur aus resistent gegen Schimmel, Bläue, Pilze und Insekten. 

Seine Langfasern sorgen für Stabilität, daraus ergibt sich jedoch auch eine kleine Schwachstelle: das Holz neigt zum Werfen oder dem sogenannten Wechseldrehwuchs. Dabei wachsen die Zellen mit stetigem Richtungswechsel spiralförmig um die Stammachse. Solche Terrassendielen sind schwerer zu bearbeiten bzw. reißen leichter. An den Rändern des Terrassendecks neigen solche Dielen schnell zum Verziehen, es empfiehlt sich, Bangkirai zeitnah  zu verbaut und die Elemente zu fixieren.

Äußerlichkeiten

Bangkirai verfügt über eine breite Farbpalette: von einem goldbraunen Gelbton, bis hin zu einem kräftigen Olivbraun. Ein Farbspiel, welches Ihren Außenbereich lebendig und modern wirken lässt. Die Struktur von Bangkirai ist auffallend glatt und homogen. Im Gegensatz zu unseren heimischen Hölzern besitzen Harthölzer aufgrund ihrer Fasern keine wirkliche Maserung. Bangkirai hat darüber hinaus keine Astlöcher oder sogenannte Pinholes.

Bangkirai

Einsatzbereich

Das Bangkirai wird gerne im Terrassen- und Stegbau, sowie im Sichtschutzbereich und für Gartenmöbel eingesetzt.

Wissenswert

  • Dichte: ca. 1050 kg/cbm
  • Resistenzklasse 2 (entspricht einer Haltbarkeit von 15-25 Jahren)
  • Keine Holzfehler: kleine Wurmlöcher, Haarrisse auf der Fläche oder Stirnkantenrisse (bei einem Hartholz sollten immer mindestens 15 cm Verschnitt pro Diele eingerechnet werden)
  • Bitte tragen Sie bei der Verarbeitung Handschuhe und eine Atemschutzmaske. Durch den Sägestaub kann es zu Reizungen der Schleimhäute kommen.
  •  Sortierung Premium: Nachsortierte Dielen, welche untereinander nur kleine Farbdifferenzen zeigen. Standard & better: Natürliche Sortierung, welche bewusst das gesamte Farbspektrum der Holzart abbildet.
  • aufgrund seiner Härte und Wechseldrehwuchs schwer zu bearbeitendes Holz, deshalb Dielen immer vorbohren.
  • Nur Edelstahlschrauben verwenden! Die Gerbsäuren des Bangkirai reagieren mit Eisen, sodass sich schwarze Flecken bilden können.
  • Stirnkanten versiegeln. Um Risse nach dem Kürzen zu vermeiden, sollte ein Wachs aufgetragen werden, welches den Wassereintritt verhindert und das Holz schützt.
  • Unter Sonneneinstrahlung wird der Holzfarbstoff Lignin zersetzt, die Oberfläche bleicht aus, die Dielen bekommen eine silbergraue Patina erhalten. Um den Naturton Ihrer Terrasse dauerhaft zu erhalten, empfehlen wir das passende Pflege-Öl und zur Aufbereitung einen Entgrauer einzusetzen.

Was ist "ausbluten" im Bezug auf Hartholz?

  • Das "Ausbluten" beschreibt den Prozess von Harthölzern, in welchem die vorhandenen Inhaltsstoffe an die Holzoberfläche gelangen und dadurch austreten. Bei allen rötlichen Harthölzern tritt dieses zu Beginn stärker auf. Das "ausbluten" ist jedoch nicht dauerhaft. Im Durchschnitt dauert es ca. 1-2 Jahre und tritt nur bei Regen oder starken Kontakt mit Wasser auf. Das "ausbluten" eines Hartholzes wirkt wie ein leicht schäumender Teppich, das Wasser nimmt eine leicht rötliche Farbe an. Dies ist nicht gefährlich oder bedenklich für Sie oder Ihre Pflanzen.

Wie kann "ausbluten" von Hartholz verhindert werden?

Indem Sie Ihre neue Holzterrasse behandeln. Harthölzer bluten am stärksten über die Stirnkanten aus. Daher sollten Sie diese mit dem oben genannten Wachs versiegeln. Aber auch die Oberfläche gibt im rohen Zustand die ätherischen Öle ab. Daher sollte ebenfalls die Oberfläche geölt werden. Wenn Sie also Ihre Hartholzterrasse Ölen und die Kopfkanten versiegeln, minimieren Sie nicht nur das "ausbluten" sondern Ihre Terrasse erhält einen Farb- und Faserschutz.

Vorteile

  • außergewöhnliche Optik
  • extrem robust
  • lieferbar in Langlängen
  • als Systemdiele erhältlich
  • hoher Eigenschutz vor Schimmel, Bläue und Insekten
  • Verbau im direkten Erdkontakt möglich
  • für tragende Konstruktionen geeignet
  • gutes Preis- Leistungsverhältnis

Nachteile

  • Ausbluten des Hartholzes ist möglich
  • Stirnkantenrisse oder Haarrisse können vorkommen
  • starker Verzug möglich, daher sollte das Material zeitnah verbaut werden
  • Vorbohren notwendig
  • bei glatten Oberflächen sind Hobelschläge normal
  • kleine Wurmlöcher können vorkommen

Terrassenprofile im Überblick

geriffelte Seite

Fein geriffelte Seite

Die feine Riffelung sorgt für Halt und gibt der Terrasse eine moderne Optik:

  • zarte, exklusive Optik
  • verringert die Rutschgefahr
genutete Seite

Genutete Seite

Der Klassiker! Die genutete Seite ist immer noch die beliebteste in unserem Garten:

  • Sehr rutschsicher
  • geringe Splitterbildung
  • pflegeleicht.
glatte Seite

Glatte Seite

Immer zeitlos und modern, die Terassendiele mit der glatten Seite:

  • Maserung kommt zur Geltung
  • kleine Schäden können mit feinem Schleifpapier geebnet werden
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