Innetüren-der zarte Unterschied von Röhrenspanstreifen- zu Röhrenspankern

Weil Röhren nicht gleich Röhren sind, der feine Unterschied zwischen Röhrenspankern und Röhrenspanstreifen

Spätestens seit gleich zwei Weltmeister, ein spanischer und ein deutscher, im DFB-Halbfinale am 28.04.2015 vom Elfmeter-Punkt kläglich versagt haben, und sich die halbe Nation fragte, ob es sich wohl um Blitzeis gehandelt haben könnte, die andere Hälfte es aber ganz profan auf die falschen Stollen schob, ist klar: der Teufel steckt im Detail! Der Häuslebauer, der stolze neue Haus- oder Wohnungseigentümer, der Renovierer, der Sanierer oder der Vermieter eines Objektes steht bei seinem Projekt allzu oft vor vergleichbaren Fragen: hopp oder topp?! Kleinere Details, häufig noch nicht einmal sichtbar, weil es sich um die Materialzusammensetzung, den Produktaufbau, also die „inneren Werte“ eines Bauteils handelt. So auch bei Innentüren, hier hat man bei nahezu allen Qualitäts-Türen der führenden Anbieter die Qual der Wahl zwischen Röhrenspanstreifen (RSTR) oder Röhrenspankern (RSPK). Entscheidend ist der Einsatzort der Tür und daraus resultierend die Anforderungen, insbesondere hinsichtlich der mechanischen Beanspruchung, die an die Türen gestellt werden. Letztendlich gibt es, bei optisch zunächst identisch erscheinenden Türen, massive Unterschiede beim Gewicht und beim Preis.

Eine Tür in Deutschland im 21. Jahrhundert, das ist uns allen klar, besteht nicht mehr (nur) aus Holz, selbst das Edelholz-Furnier ist unter den Deckplatten die eher exklusive Variante. Auch die Einlage oder Mittellage, das Innenleben der Tür also, wird schon längst nicht mehr aus dem ursprünglichen Rohstoff Holz gefertigt.

Grundsätzlich unterscheidet man 6, vor allem hinsichtlich ihrer Belastbarkeit, extrem unterschiedliche Konstruktionen:

  • Waben- oder Verbundeinlage
  • Röhrenspanstreifen (RSTR) bzw. Röhrenspansteg
  • Röhrenspankern (RSPK)
  • Massivholz
  • Massivholz-Holzwerkstoff-Verbund
  • besonders schwere Vollspanplatte

Da die Wabenpappe genau genommen lediglich ein engdimensionierter und folglich steifer, imprägnierter Karton ist, ist ein solches Element vergleichsweise leicht und entsprechend preisgünstig, sie ist aber lediglich für geringe mechanische Beanspruchung ausgelegt. Auch die drei Letztgenannten sind in den allermeisten Privaträumen eher selten anzutreffen. Wesentlich interessanter wird es bei Türen mit Röhrenspanstreifen oder Röhrenspankern, die beide sehr viel stabiler, absolut alltagstauglich und hochwertiger sind und bevorzugt im privaten Wohnungsbau eingesetzt werden.

Röhrenspanstreifen (RSS) sind aufgekantete Pressspan-Streifen, in die Löcher gestanzt werden; diese einzelnen, durchgehenden Stege werden in einem bestimmten Abstand zueinander angeordnet, sodass die Tür einerseits nicht zu schwer wird, ihr Flächengewicht beträgt ca. 12 kg/m², andererseits aber eine hohe Druckstabilität erreicht wird. Solche Mittellagen sind überall dort gefragt, wo einer durchschnittlichen mechanischen Beanspruchung standgehalten werden muss, der Anwendungskomfort ist wesentlich höher als bei der Wabentür.

Während eine Türfüllung in der Streifen- bzw. Steg-Variante als „Mittelklasse“ bezeichnet werden kann, wäre die durchgehende Röhrenspan-Platte dann schon die „Oberklasse“.

Man spricht von einem Röhrenspankern (RSPK), wenn die Türfüllung aus einer vollflächigen Spanplatte besteht, in die horizontale, röhrenförmige Hohlräume gebohrt werden. Die Vorteile dieser Ausführung liegen in ihrer hohen Flächenstabilität bzw. dem Standvermögen, der Oberflächenruhe des Türblatts und einer sehr guten Schalldämmung, ihr Flächengewicht liegt bei ca. 15 kg/m². Außerdem überzeugen diese Türen durch ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Bei LEBO, unserem Premiumanbieter aus dem westfälischen Münsterland haben Sie bei nahezu jeder Innentür, egal ob mit furnierter Asteiche-Oberfläche, in Nussbaum beschichtet, einer gemütlichen Landhausversion oder in der lackierten Ausführung in knalligem Pink, die Möglichkeit, sich entweder für eine robuste Mittellage aus Röhrenspanstreifen oder für die Variante mit Röhrenspankern zu entscheiden. Wenn Sie Ihre Tür lieber mit einem satten „Wumm“ als mit einem bescheidenen „Pitsch“ schließen, dann sollten Sie sich für RSTR oder noch besser RSPK entscheiden.